Honduras Opal
Das Projekt »Honduras Opal« ist ein Bergbauprojekt mit dem Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Opalschürfer, ihrer Familien sowie der gesamten Bevölkerung der Region Lempira in Honduras zu verbessern. Das Ziel ist es, Abbau, Verarbeitung und Vermarktung des Opals nach Fair Trade-Kriterien zu gestalten.
Der Bundesstaat Lempira ist einer der ärmsten in Honduras, dem wiederum drittärmsten Land des amerikanischen Kontinents. Politische Instabilität und Korruption, extrem ungleiche Einkommensverteilung sowie Raubbau an den natürlichen Ressourcen erschweren die sozial und ökologisch nachhaltige Entwicklung dieses Landes.
Es war einer der berühmten Zufälle, als 2002 der deutsche Geologe Michael Vogt (Fa. Geo-Expert) den honduranischen Unternehmensberater Antonio Portillo vom Zentrum für deutsch-honduranische Handelsbeziehungen (Centro de Negocios Hondureño-Aleman) nach Opalen in Honduras fragte und damit eine erstaunliche Entwicklungsgeschichte für die bitterarmen Opalschürfer vor Ort auslöste. In zahlreichen Gesprächen erreichten Vogt und Portillo die Zusammenarbeit von honduranischer Regierung, der Bergbaubehörde DEFOMIN, dem deutschen Fair Trade Minerals & Gems e.V. (FTMG e.V.) und der Bevölkerung vor Ort. Als Ergebnis wurde Anfang 2009 ein Gesetz verabschiedet, das nur der Bevölkerung der jeweiligen Region den Abbau von Opalen erlaubt. Dies führte zur Gründung von vier Opalschürferkooperativen mit insgesamt 216 Mitgliedern.
Untersuchungen der honduranischen Bergbaubehörde DEFOMIN haben ergeben, dass die Opalressourcen in Lempira und damit das wirtschaftliche Potenzial groß sind: Zu den aktuellen Arbeitsplätzen im Opalabbau können zusätzlich noch Arbeitsplätze in den Schleifereien und der Schmuckverarbeitung geschaffen werden, die mit Hilfe von FTMG e.V., GIZ und vielen privaten Spendern aufgebaut werden.
Herbst 2011 | Projektbericht »Honduras Opal«
Nach den Schulungen im Februar 2011 und der Projektreise des damaligen Vizepräsidenten Wolfgang Maier nach Honduras standen im Frühjahr 2011 die Soforthilfe für die Kooperativen in San Antonio Montaña und San Andres im Vordergrund. In San Antonio Montaña waren die Opalminen nach schweren Regenfällen mitten in der Trockenzeit verschüttet worden. In San Andres sind sie schon seit längerem einsturzgefährdet und damit zum Teil lebensgefährlich. Zur Sanierung beider Minengebiete startete der Fair Trade Minerals & Gems e.V. im April 2011 die »Aktion Kristallopal«, welche über 4.000,– € an Spenden erbrachte.
Das war nicht ausreichend für die extrem aufwendige Sanierung beider Minen, konnte jedoch dazu beitragen, daß die Kooperative in San Antonio Montaña ein neues opalreiches Grundstück erwerben konnte, das auch von Regenfällen weniger gefährdet ist. Hinsichtlich der Sanierung der Minen in San Andres steht der Fair Trade Minerals & Gems e.V. in Verhandlungen mit dem Nationalkongreß und der Bergbaubehörde (DEFOMIN), damit diese die notwendigen Sanierungsmaßnahmen tragen bzw. durchführen.
Seit April 2011 sind außerdem weitere umfangreiche Maßnahmen zur Entwicklung des Projekts geplant, die nun im Herbst 2011 realisiert werden. Vom Nationalkongreß wurden große Schleifmaschinen angeschafft, die allen vier Kooperativen zur Verfügung stehen. Mit Hilfe des Fair Trade Minerals & Gems e.V. und der GIZ (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) werden diese voraussichtlich im November 2011 in einer Werkstatt des Opalzentrums in Erandique installiert und in Betrieb genommen. Außerdem erhält die Kooperative in San Antonio Montaña eine eigene, den dortigen Kristall- und Feueropalen angepaßte kleinere Werkstatt. Da das Dorf bislang nicht an das Stromnetz angeschlossen ist, erhält die Kooperative zudem eine Wasserturbine zur Stromversorgung ihrer Schleiferei.
Mit diesen Maßnahmen sind zum Jahresende alle grundlegenden Investitionen in Maschinen und Material abgeschlossen. 2012 sollen weitere Schulungen folgen, zudem steht die Umsetzung der Fair Trade Kriterien auf dem Plan. Diese vom Fair Trade Minerals & Gems e.V. erstellten Kriterien wurden im März 2011 neben den Opalschürfern in Lempira auch Abgeordneten des Nationalkongresses, der DEFOMIN, der GIZ und den lokalen Behörden vorgestellt und besprochen. Sie fanden überall Zustimmung und alle Beteiligten sind bestrebt, diese Kriterien zur Anwendung zu bringen. Neben Antonio Portillo, dem Repräsentanten und Entwicklungshelfer des Fair Trade Minerals & Gems e.V., stellt nun auch die DEFOMIN eine eigene ständige Mitarbeiterin vor Ort und die GIZ ist mit Technikern, Projektplanern und finanziellen Mitteln beteiligt.
Mit dem Abschluß der primären Aufbauarbeiten Ende 2011 und dank der Beteiligung der anderen Institutionen wandelt sich ab 2012 auch das Engagement des Fair Trade Minerals & Gems e.V.. FTMG wird sich zukünftig beratend bei der Umsetzung der Fair Trade Kriterien beteiligen und das Projekt »Honduras Opal« auch weiterhin international bekannt machen.
Auch die direkte Unterstützung von Schulungen bleibt möglich. Zuwendungen zum Kauf von Maschinen und Material erübrigen sich jedoch und auch die eigene Repräsentanz in Honduras endet. Herr Antonio Portillo wird das Projekt zukünftig als freier Berater mit seinem Centro de Negocios Hondureño-Aleman (Zentrum für honduranisch-deutsche Handelsbeziehungen) begleiten.
In diesem Zusammenhang danken wir allen SpenderInnen und SponsorInnen ganz herzlich für die bisherige Unterstützung des Projekts »Honduras Opal«. Ohne diese Unterstützung wäre es unmöglich gewesen, dieses Projekt in nur drei Jahren so weit zu entwickeln, daß es auf eigenen Beinen stehen und sich durch eigene Erträge weiterentwickeln kann. Auch wenn es noch weiterer Jahre der Beratung und Begleitung bedarf, bis alle Ziele erreicht sind, so sind die Grundlagen nun gelegt. Schon jetzt kommt das Projekt 300 Familien zugute und ist auf dem Wege, ein maßgeblicher Faktor der Entwicklung der gesamten Region zu werden.
Frühjahr 2011 – Reise nach Honduras
Im Rahmen der Reise wurde unter anderem eine Bestandsaufnahme der Situation in Honduras vor Ort durchgeführt (siehe Honduras-Reise 2011.pdf und Projektauskunft-Honduras-Opal-2011.pdf). Auswertung dieser Bestandsaufnahme ergab, daß es dringend notwendig ist:
- Die Kooperative in San Antonio Montaña zu unterstützen, Opale abbauen und verarbeiten zu können
- Die Kooperative in San Andres zu unterstützen, Opale abbauen und verarbeiten zu können.
- Die Fähigkeiten aller Kooperativen zu verbessern, die Rohopale in guter Qualität abzubauen – also nicht beim Abbau zu zerstören.
- Die Fähigkeit aller Kooperativen zu verbessern, Opale weiterzuverarbeiten (schneiden, schleifen, fassen).
- Die Tätigkeit der Kooperativen weiter in Richtung „fairer Handel“ gemäß den Fair Trade Kriterien des FTMG e.V. zu entwickeln.
- Den Absatz der Opale zu stärken.
- Das Projekt Honduras Opal weiter bekannt zu machen.
Die hier beschriebene Maßnahmen lassen sich nicht in einem Jahr vollständig umsetzen. In 2011 wurden die meisten dieser Maßnahmen eingeleitet. Aktuell besteht die Hoffnung, die wichtigsten Punkte bis Ende 2012 abschließen zu können. Die Aktionen wurden und werden teilweise durch den FTMG e.V., teilweise durch andere Organisationen und Unterstützer wie die honduranische Regierung, die DEFOMIN (honduranische Bergbaubehörde), die Gemeinden San Andres und Erandique in Honduras und die GIZ (Deutsche Entwicklungshilfe) unterstützt. Zentraler Dreh- und Angelpunkt aller Aktivitäten ist Antonio Portillo vom Centro de Negocios Hondureño-Aleman, der bis Ende 2011 als Beauftragter vor Ort für FTMG e.V. in Honduras tätig war.
Die Aktionspunkte im Einzelnen:
1. San Antonio Montaña
- Neues Grundstück (FTMG e.V.): Zur Erschließung weitere Opalvorkommen und neuer Opalvarietäten (Feueropale) wurde von der Kooperative der Kauf eines neuen Grundstückes schon 2010 durchgeführt. Durch finanzielle Unterstützung seitens FTMG e.V. (Gelder aus dem Fundraising der Fa. Schreier) konnte der Kredit für das Grundstück 2011 abbezahlt werden, wodurch der Abbau von Opalen auf dem Grundstück begonnen werden konnte.
Ihr Kontakt für »Honduras Opal« in Deutschland
Offizieller Repräsentant der opalschürfenden Kooperativen in Honduras, Ansprechpartner und Vertriebskanal für »Honduras Opal« in Deutschland ist der Inhaber der Fa. Geo-Expert, Michael Vogt.
Die Kontaktdaten lauten:
Fa. Geo-Expert
Michael Vogt
Chromstraße 5
30916 Isernhagen-HB
Tel.: 0511 8979896
Fax: 0511 8979897
E-Mail:
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Spendenkonto:
Fair Trade Minerals e.V.
- Honduras Opal -
GLS Bank Bochum
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BLZ 43060967
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