Die Journalistin Hildegart Willer hat auf Ihrer Webseite einen Artikel über die Goldmine Sotrami im Dorf Santa Pilomena in Peru veröffentlicht. Die Mine wird von Kleinbergleuten (Small Scale Miners) bewirtschaftet, die sich in der Sotrami SA Aktiengesellschaft zusammengeschlossen haben. In ihr sind ca. 100 Bergleute angestellt, die das Gold untertage abbauen. Die Mine ist von der Fa. Flocert mit dem 2011 aus der Taufe gehobenen FairTrade-Siegel für Goldminen zertifiziert worden. Um das Siegel zu erhalten, müssen die Mineros über 200 Fair-Trade Kriterien einhalten. Dazu zählen Regeln zur Erhöhung der Arbeitssicherheit genauso, wie geregelte Arbeitsbedingungen und ein Versicherungsschutz. Auch die Beteiligung der Frauen, die in der Sortierung und Aufbereitung des goldhaltigen Gesteins beschäftigt sind, muss gewährleistet sein.

Das Tageseinkommen der Bergmänner liegt bei 8 bis 15 EURO pro Person und Tag - das ist ungefähr das Doppelte des peruanischen Mindestlohns. Hinzu kommt eine sogenannte Fair Trade Extrazahlung (Prämie) von 10%, die nur zu einem Teil in die Mine investiert werden darf. Der größere Teil der Prämie muss der Gemeinschaftsentwicklung zugute kommen. Dazu zählt z.B. der projektierte Bau einer Wasserleitung in's Dorf, damit in der wüstenhaften Gegend nicht länger jeder Tropfen Wasser herangekarrt werden muss.

Der Mehrwert des solcherart geförderten Goldes liegt darin, dass keine Großaktionäre in New York oder Honkong das erwirtschaftete Geld erhalten, sondern die Menschen vor Ort, die damit ihre Lebensbedingungen merklich verbessern können.

Den ausführlichen Artikel (pdf-Dokument) finden Sie hier.

Soeben ist unser Mitglied Michael Vogt wieder aus Honduras zurückgekehrt. Unsere Schleifmaschinen und die Wasserturbine zur Stromgewinnung sind nach einem langen Marsch durch den Zoll und die Behörden in Honduras endlich (!) an ihrem Bestimmungsort San Antonio Montana eingetroffen, so daß Michael ‚just in time’ vor Ort war, um die Einrichtung der Werkstätten vorzubereiten. „Es gab unglaublich viel zu improvisieren“, erzählte er, „aber letztendlich haben wir alles geschafft!“


Außer für die Vorbereitungen zum Aufbau der Werkstätten war Michael Vogt auch vor Ort, um die Opaleros in San Antonio Montana im Gebrauch der Schleifmaschinen zu unterweisen. „Das war auch dringend nötig“, so Michael, „die Maschinen sind zwar solide und laufen sehr gut, aber der Umgang will dennoch gelernt sein“. Und ein erstes Fazit, das er mitbringt: „Es müssen dringend robustere Korund-Schleifbänder her!“ Deutlich wurde bei seiner z.T. sehr beschwerlichen Reise, daß zwar ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Honduras Projekts geschafft ist (mit den Werkstätten können die Menschen vor Ort ihre Opale selbst verarbeiten) – bis das Projekt zu 100% auf eigenen Beinen steht, ist jedoch für mindestens ein, zwei Jahre noch weitere Unterstützung notwendig.