Aktion Fadenquarz
Fadenquarze sind spezielle Kristalle, die im Berg Brücken von einer Kluftseite zur anderen bilden. Zudem stammen die größten und schönsten von ihnen aus Pakistan, eben aus jener Region, die 2005 vom Erdbeben betroffen war. Daher war der Fadenquarz für uns das Symbol der Hilfe, die wir als Mineralienfreunde jener Region zukommen lassen, an deren Mineraliensegen wir uns seit Jahren erfreuen! Ein Brückenschlag, der umso wichtiger ist, da die Kluft zwischen den Ländern durch die Extremisten in Ost und West (!) unsinnigerweise ständig vergrößert wird!
Und der Fadenquarz-Brückenschlag hat funktioniert, wie der nachfolgende Aktionsbericht des Vereins »Kinder brauchen Frieden« zeigt! Inzwischen sind die Hilfscamps alle aufgelöst und die betroffenen Dörfer und Häuser wieder aufgebaut, da die von uns unterstützten Familien schon den dritten Winter wieder aus eigener Kraft bewältigen konnten. Weitere Spenden sind daher auch nicht mehr nötig, so daß wir unsere Kraft anderen Projekten zukommen lassen können.
Wir danken daher an dieser Stelle allen MitstreiterInnen der Aktion Fadenquarz von ganzem Herzen für die großzügige Unterstützung! Der folgende Bericht ist für alle, die sich beteiligt haben. Vielen Dank!
Bericht des Vereins „Kinder brauchen Frieden“ für Anja & Michael Gienger sowie alle MitstreiterInnen der »Fadenquarz-Aktion«
»Mit einer gelungenen Aktion und vielen Spenden haben Sie sich an der Hilfe für die Erdbebenopfer in Kashmir beteiligt. Dieser Bericht soll Ihnen zeigen, dass Ihre Hilfe angekommen ist. Die Menschen der Region waren und sind beeindruckt von Ihrer Hilfsbereitschaft ! transport der hilfsgüter Wir haben Ihre Hilfe in die zerstörten Bergdörfer gebracht – mit dem Hubschrauber, mit LKW, mit Jeeps, mit dem Esel und zu Fuß… Zwei Camps, eines (Channari) in 1400m, das andere (Gojar Bandi) in 2100m Höhe, bestehend aus 15 großen, beheizbaren Wohnzelten mit Wasser – und Stromversorgung, vielen Vorratszelten, Zelten für Schule und eine kleine Moschee, mit einem Medizinzentrum, mit Sanitäranlagen und Gemeinschaftsküche bildeten das Zuhause für fast fünfhundert Männer, Frauen und Kinder.
Zwei Krankenschwestern und zwei Sozialarbeiterinnen kümmern sich um die Kranken und Traumatisierten. Ein Wohlfahrtszentrum mit Nähschule für einhundert Auszubildende- gleichzeitig Heim für dreizehn Waisenkinder und einMedizinzentrum mit zwei Außenstellen wurden eingerichtet. Vom Camp aus brachten mobile Ärzteteams medizinische Hilfe für mehr als 3000 Menschen!
An vier Orten konnte der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden, Kinder brauchen Frieden hat für Zelte, Hefte und Bücher gesorgt. Was Süßes gab´s auch. Einige tausend Paar Schuhe, teils Spenden aus Deutschland, überwiegend aber vor Ort gekauft- haben wir den Kindern gebracht. Nahrung und Medikamente, sauberes Wasser und wohlige Wärme ließen die Menschen den harten Winter überstehen.
Persönliche Meinungen von Arif Minhas, Vorstandsmitglied KbF: Die Leute in dem Gebiet, in dem ich den Hilfseinsatz durchgeführt habe, sind dank »Kinder brauchen Frieden« und vor allem dank der Spender, jetzt gesund. Sie haben durch die finanzielle Unterstützung vieler Spender rechtzeitig medizinische Hilfe bekommen und waren von unserem medizinischen Personal gut versorgt. Was ich ganz deutlich festgestellt habe und was auch die Männer der Bundeswehr bestätigen, ist, dass sich die Menschen in dem von uns versorgten Gebiet, durch unser Auftreten während des Hilfseinsatzes eine ganz und gar positive Meinungen über die westliche Welt gebildet haben. Die von den Mullahs und Extremisten erzeugte Spannung und die Wut gegen westliche Länder hat dort deutlich nachgelassen.
+++ Shigufta, unsre Sozialarbeiterin bedankt sich:
»Herr Arif Minhas, Vertreter von „Kinder brauchen Frieden“, wird heute unsere Gebiet verlassen. Das Deutsche Volk hat uns durch diesen Verein sehr wertvolle Hilfsgüter und Medizin geschickt. Das wertvollste, was die Deutschen geschickt haben, ist die Liebe. Die Helfer des Vereins haben uns viel Liebe gegeben. In der Situation nach dem schlimmen Erdbeben habe ich angesichts des Verhaltens der deutschen Helfer sehr viel über die Deutsche Nation gelernt. Ich habe gelernt, wo der liebe Gott uns Schwierigkeiten gibt, schickt er gleichzeitig auch die Lösungen. Ich habe gelernt, das in solchen Katastrophen, so lange man seinen Glauben an Gott und an die Menschheit nicht verliert, nie allein gelassen ist. Man darf nur Mut nicht verlieren. Für diese Liebe und Ehre, mit der uns Arif Minhas und seine Freunde von Kinder brauchen Frieden, aus dem Elend geholt hat, sind wir dem Verein und den Spendern sehr dankbar. Danke, Kinder brauchen Frieden, ihr habt uns davor bewahrt, Bettler zu werden. Ich habe die feste Überzeugung, dass es kein West und Ost in der Welt gibt.« Unterschrieben von : Shugufta Naseem Kiani
Der obige Bericht wurde »Fair Trade Minerals« zwei Jahre nach dem Beginn der »Aktion Fadenquarz« von Herrn Michael Bierlmeier, Vorsitzender des Vereins »Kinder brauchen Frieden« zugestellt. Weitere Informationen zur Erdbebenhilfe in Pakistan finden Sie auf der Homepage des Vereins »Kinder brauchen Frieden e.V.« .
